Lifestyle
oder
Das Aussterben des "genügsamen Sonderlings"...
In der Ziegruppentypologie gibt es erstaunlich wenige Kategorien, und dennoch kann die Werbung, die sich darauf beruft, 95% der männlichen und weiblichen Bevölkerung gezielt ansprechen. Sind wir also doch einfacher gestrickt, als wir uns in dem allgemeinen Selbstverwirklichungswahn einbilden? Aber die rasante technische Entwicklung bringt in kurzer Folge immer neue Typen hervor, deren Halbwertszeit allerdings manchmal der einer Stubenfliege entspricht... Quelle: http://de.wikipedia.org

Der Yuppie und seine nächsten Verwandten

oder

Spannendes aus der Welt der Akronyme


TIPP:

Das Akronym (griechisch ακρωνύμιο, von άκρος, ákros - die Spitze, der Rand und όνυμος, ónymos - der Name) ist eine Abkürzung, die als eigenes Wort gesprochen wird, bei der die Buchstaben also nicht einzeln gesprochen werden. Der Begriff bezeichnet ein Kurzwort, das aus Buchstaben mehrerer Wörter oder mehrerer Wortteile entstanden ist. (Liste der Akronyme >>>)

Als Apronym bezeichnet man ein Akronym, das ein existierendes Wort ergibt (z.B. WORM, engl. für Wurm), diese sind häufig ebenfalls Backronyme.

Die Schreibweise von Akronymen besteht meist aus einer Reihung von Großbuchstaben, die jeweils den Anfang der Wortbestandteile bezeichnen, aus denen sich das Akronym zusammensetzt. Vereinzelt hat sich im Lauf der Zeit auch eine Schreibweise entwickelt, die derjenigen normaler Substantive gleicht (z.B. Radar, Laser, Aids). Da Akronyme (im Gegensatz zu Abkürzungen) ohne abschließenden Punkt geschrieben werden, ist in solchen Fällen weder durch die Aussprache noch durch das Schriftbild erkennbar, dass es sich ursprünglich um ein Kunstwort handelt.

Das Ersetzen von Buchstaben durch ähnlich aussehende Zahlen- oder (Sonder-)Zeichen sowie durch andere Buchstabenfolgen heißt Leetspeak, manchmal auch Leetspeek, kurz leet. Leetspeak ist abgeleitet von engl. Elite.

Die Ersetzung macht sich die optische Ähnlichkeit von Zahlen und Sonderzeichen in Bezug auf die zu ersetzenden Buchstaben zu Nutze, z.B. sieht eine 1 wie ein kleines l aus, 3 ist das Spiegelbild eines E, und eine 7 ist ein T, dem ein Teil des Balkens abhanden gekommen ist. Wenn dazu noch Buchstaben entfallen können bzw. durch gleichwertige Lautkombinationen ersetzt werden, wird aus engl. Elite über Eleet am Ende 1337.

Leetspeak kann schwer zu lesen sein und ist dadurch als eine Art Insidersprache der Computerszene zu betrachten. Ursprünglich durchaus ernst gemeint, wird sie heute jedoch fast nur noch selbstironisch in Form von einzelnen bekannten Versatzstücken oder zur Individualisierung von Nicknames genutzt. Nutzer, die Leetspeak heute ernst nehmen, offenbaren sich meist nur unfreiwillig als Newbies oder Scriptkiddies.

YUPPIE

Young Urban Professional People

Der Begriff stammt aus den USA und wurde erstmals 1983 von BOB GREEN in einer Kolumne des Chicago Tribune veröffentlicht. Wenn man den Begriff wörtlich nimmt, dann sind Yuppies erst einmal nichts anderes als jüngere, gut gebildete Berufstätige, die in großstädtischen Ballungsgebieten leben. In der deutschen Debatte werden dieser Personengruppe Attribute wie alleinl ebend, erfolgs- leistungs-, aufstiegsorientiert, besser verdienend, materialistisch eingestellt und hedonistisch zugeordnet.

In den 80er Jahren und Anfang der 90er Jahre bestimmte die stadtsoziologische Gentrificationsforschung, die sich mit der Aufwertung innenstadtnaher Wohngebiete beschäftigt, das Bild vom Single so sehr, dass jüngere Alleinlebende generell als Yuppies bezeichnet wurden. So heißt es z.B. in der 19. Auflage der BROCKHAUS Enzyklopädie von 1993: "Single (...). Der Begriff kam in den 1970er Jahren in den USA auf und fand zum Ende des Jahrzehnts auch in den dt. Sprachgebrauch Eingang. Gemeint war zunächst v.a. jene Gruppe der großstädt., gutsituierten, erfolgsbewußten 25- bis 40jährigen S., deren vornehml. Orientierung an Beruf, Erfolg und Freizeit sowie am Leben mit wechselnden Sexualpartnern auch als Absage an die traditionellen Familien- und Sozialbindungen verstanden wurde und deren Lebensstil unter dem Stichwort 'Yuppie' zeitweise auch als Mode Beachtung fand".


Kritik an dem Yuppie-Image der Alleinlebenden regte sich Anfang der 90er Jahre nur vereinzelt. Seit Mitte der 90er Jahre kritisierten jedoch auch jüngere Stadtforscher die vereinfachenden Prämissen der Gentrificationsforschung. Es kommen neben den Alleinlebenden weitere "wohlhabende" Personengruppen in den Blick (z.B. "DINKs", "Yappies"  und auch die Gruppe der Alleinlebenden wird differenzierter wahrgenommen.

Mittlerweile haben sich Im Verlauf des Internet-Booms und dem Entstehen einer New Economy mit den "Dotcoms" bzw. "Yettis" Nachfolger gefunden, die den Yuppie in einem milden Licht erscheinen lassen. Das Anstössige an diesem Personenkreis ist nicht ihr Reichtum, sondern ihre Lebensform als Alleinlebende und damit haben wir es hier im Grunde nur mit einer Neuauflage der Yuppie-Diskussion der 80er Jahre zu tun.

Quelle: http://www.single-dasein.de

FRUPPIE

Frustrated Young Urban Professional People

 
Krypto-Single Der Begriff "Krypto-Single" ("verborgener" Single) wurde von dem Psychologen JÜRGEN VOM SCHEIDT geprägt. Er bezeichnet damit "Menschen, die zwar in einer festen Paarbeziehung leben - die aber ihrer Bewusstseinsstruktur und ihren innersten Bedürfnissen und Verhaltensweisen entsprechend ganz wie echte Singles leben, nur dass sie eben die Maske des Familienvaters und Ehegatten bzw. der treu sorgenden Mutter und Gattin tragen".

Nach VOM SCHEIDT führen Krisensituationen ("Midlife-Crisis", Verlassenwerden) zum Ausbruch aus der Rolle, und aus dem Krypto-Single kann ein waschechter Single werden. Im Gegensatz zum Alleinlebenden, der im objektiven, soziologischen Sinne ein Single ist, ist mit "Krypto-Single" ein innerer Zustand im Sinne einer psychischen Einstellung bzw. Disposition gemeint. Gesellschaftsbegriffe wie "Single-Gesellschaft" oder "autistische Gesellschaft" vernachlässigen diesen Aspekt.

Quelle: http://www.single-dasein.de

BOBO

Burnt Out But Opulent (1)

oder

Bohémien und bourgeois (2)

(2) Ein Neologismus zusammengesetzt aus den Wörtern Bohémien und bourgeois - bezeichnet eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Die Bobos sollen als Gewinner des Internet-Booms die Nachfolger der Yuppies sein. Sie zeichnen sich durch ausgeprägten Individualismus und einen Hang zu teuren Modeartikeln aus. Der Begriff wurde bekannt durch David Brooks in seinem gleichnamigen Buch.

Quelle: http://de.wikipedia.org

BUPPIE

Black Urban Professional

 
DINKIE

Dual Income, No Kids

 
DINKY

Double Income, No Kids (Yet)

Ausdruck, welcher im Marketing zur Segmentierung der Kundengruppen verwendet wird. DINKYs sind junge Paare, welche beide ein festes Einkommen haben, aber noch nicht über Kinder verfügen. Somit sind die DINKYs eine sehr kaufkräftige Zielgruppe.
DUMP

Destitute Unemployed Mature Professional

 
YETTIE

Young, entrepreneurial, tech-based, twentysomething

Über die angemessene Übersetzung des Begriffs ins Deutsche sind sich die Feuilleton-Schreiber noch nicht ganz einig. MARTI nennt sie "junge Internet-Unternehmer", MEISTER zählt auch die Medienunternehmer hinzu. SCHMID spricht von "jungen, unternehmerisch und technisch orientierten (...) Internet-Eliten.

Der Begriff wurde erstmals in dem amerikanischen TALK MAGAZINE - einem Lifestyle-Magazin - verwendet, um die unterschiedlichen Lebensstile der Berufstätigen im Bereich der "New Economy" zu beschreiben. Nach PETER YORK ist "Yettie" die Abkürzung für "young, entrepreneurial, tech-based, twentysomething". Gemeint ist also die Generation der Modernisierungsgewinner.

Die "Ikonen der New Economy" lassen sich nach TALK in drei Gruppen untergliedern: die "Nerds", die "neo-Yuppies" und die "mouse-jockeys".

1) "Nerds" sind Computer-Freaks bzw. Hacker, die in Start-Ups zu Millionären werden können.

2) Die "Neo-Yuppies" sind Yuppies, die ihr Geld im E-Commerce oder in Start-Ups investieren.

3) Die "Mouse-Jockeys" sind Web-Designer, Web-Autoren und sonstige Neue Medienarbeiter.

Diesen drei Gruppen werden jeweils spezifische Lebensstile zugeordnet. Der Grundgedanke solcher Lifestyle-Typologien besteht darin, dass sich die Bevölkerung an den New-Economy-Vorbildern orientiert und die Life-Style-Produkte erwirbt.

Im Mittelpunkt der deutschen Rezeption steht nicht der Marketing-Aspekt dieser trendigen Zielgruppen-Definitionen, sondern das Arbeitsethos und die Lebensform des "flexiblen Menschen". Yetties werden als bindungslos, partnerlos und kinderlos beschrieben. Sie sind also Singles. Damit wird unterstellt, dass die Trennlinie zwischen Modernisierungsgewinnern und -verlierern entlang der Lebensstile von Singles und Familien verläuft.

Quelle: http://www.single-dasein.de

WOOF

Well Off Older Folks

Die Zielgruppe der besser verdienenden Senioren, die sich besonders in Amerika auf ganz eigenen Lebenswegen bewegt und in gut ausgestatteten, besonders auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Wohnanlage oder sogar Suburbs wohnen. Besonders ohne Kinder und engere Verwandte sind sie eine geschätzte Zielgruppe, die stark umworben wird.
DWEM

Dead White European Male

Dwem ist ein Akronym für dead white European male (deutsch "toter weißer europäischer Mann") und vor allem in den USA ein Schlagwort in der Kultur- und Literaturwissenschaft. Es steht eng im Zusammenhang mit dem Diskurs der "Politischen Korrektheit".

Als dwems werden von den Gegnern des traditionellen Bildungskanons Philosophen, Schriftsteller und andere historische Größen bezeichnet, die in den Schulen und Universitäten als wichtig und für die westliche Kultur konstitutiv erachtet werden, also etwa Aristoteles oder Shakespeare.

Im Gegensatz dazu fordern Reformer oft marxistischer oder feministischer Couleur seit den 1970er Jahren, auch und besonders die Errungenschaften von Frauen, Schwarzen, ethnischen Minderheiten, Einwanderern oder Autoren der "Dritten Welt" auf die Lehrpläne zu setzen.

DAU

Dümmster Anzunehmender User

Der Begriff Dümmster Anzunehmender User (kurz DAU, angelehnt an die Abkürzung GAU) wird heutzutage von erfahrenen Computernutzern für Benutzer verwendet, die viele Fehler im Umgang mit Computern begehen, den Grund für diese aber bei anderen suchen. Die Abkürzung DAU hat sich dabei als Akronym eingebürgert.

Ein DAU sucht üblicherweise die Schuld für jede Art von Problemen bei anderen, etwa bei Händlern, beim Hersteller des Produktes oder bei dem Experten, von dem sich der DAU hat beraten lassen. Weiteres wichtiges Merkmal ist, dass ein DAU seinen Fehler nicht eingesteht und auch nicht dazulernen will.

Keine DAU jedoch sind Benutzer, die keine Ahnung haben, sich dies aber eingestehen.

Des Weiteren findet die Abkürzung DAU in Foren Verwendung, hier weniger um unerfahrenen Umgang mit Hard- oder Software zu bezeichnen, sondern für allgemein penetrante Dummheit, welche in der Regel durch ein wenig Nachdenken behoben werden könnte.

PEBKAC

Ein Synonym ist auch PEBKAC = problem exists between keyboard and chair (deutsch: Problem befindet sich zwischen Tastatur und Stuhl). Bei einem "OSI Layer 8" liegt das Problem nicht zwischen den üblichen Schichten 1 bis 7 (physikalische bis Anwendungsschicht), sondern bei der erfundenen Schicht 8: dem Benutzer. Alternativ ist unter Programmierern auch die Bezeichnung UserNotQualifiedException für Probleme mit DAUs beliebt. Oft wird auch verwendet: "Das Problem sitzt vor der Tastatur."

Luser

Der Luser ist ein im englischen Sprachraum gebräuchlicher Begriff, der sich aus der Wörtern Loser (Verlierer) und User (Benutzer) zusammensetzt. Vermutlich geht seine Entstehung auf die von Simon Travaglia geschriebene Internetlegende Bastard Operator From Hell (BOFH) zurück.

LART

Systemadministratoren verwenden zum Disziplinieren von DAUs gerne ein LART (Luser Attitude Readjustment Tool, deutsch: Werkzeug zur Neuausrichtung der Luser-Einstellung), auch DAU-Peitsche oder Kabelpeitsche genannt - ein (mehr oder weniger) imaginäres Gerät oder Verfahren, um die Haltung des DAUs der Erwartung des Administrators anzunähern. Ist ein Administrator bezüglich seiner Fähigkeiten einem DAU gleichzustellen, so bezeichnet man ihn als Dümmster anzunehmender Netzwerk Administrator (DANA).

WASP

White, anglo-saxon protestants

Der Begriff White Anglo-Saxon Protestants (normalerweise als WASP benutzt) bezeichnet eine Bevölkerungsgruppe in den USA mit diesen Merkmalen: Weiße Hautfarbe, protestantischen Glaubens und englischer Abstammung.

Diese soziale Gruppe stammt oft von den frühen Kolonisatoren ab und hat einen überproportional großen Einfluss innerhalb der US-amerikanischen Eliten. Der Begriff soll sie von späteren Einwanderern sowohl europäischer (z.B. irischer, italienischer, deutscher) als auch außereuropäischer Herkunft abgrenzen. Generell wird E. Digby Baltzell mit seinem 1964 erschienen Buch The Protestant Establishment: Aristocracy & Caste in America als Schöpfer des Terminus angesehen.

WASP wird oft synonym verwendet für die herrschende weiße Oberschicht in den USA. Lange Zeit galt, dass auch die politische Elite sich aus den Kreisen der WASP rekrutieren müsste. John F. Kennedy war als Katholik der erste US-Präsident, der diese Regel durchbrach. Der Einfluss der WASP ist natürlich nicht mehr so exklusiv, wie er einst war.

   
   
ALTE JUNGFER

 

Der Begriff "alte Jungfer" (engl. spinster, old maid) bezeichnet das abwertende Bild von der älteren, unverheirateten Frau, die keinen Ehemann abgekriegt hat.

KATHERINE R. ALLEN hat in einer US-Studie über ledige Frauen des Geburtsjahrgangs 1910, die aus Arbeiterhaushalten stammten, nachgewiesen, dass die Gründe für das Ledigsein in den Verpflichtungen gegenüber deren Familien (Eltern und nähere Verwandten) zu suchen sind. Besonders wenn die Eltern intensiver Pflege durch die Tochter bedurften, führte dies oft zum lebenslangen Unverheiratetsein.

PAGAN KENNEDY hat dieses Thema in dem Roman "Späte Mädchen" literarisch verarbeitet. Der Roman spielt in den 60er Jahren, also in einer Zeit als die alten Rollen aufgebrochen wurden, und die Hauptpersonen - zwei Schwestern über 30 - die Wahl zwischen dem traditionellen "altjüngferlichen Leben" und dem modernen Single-Dasein bekommen.

HAGESTOLZ Der Begriff "Hagestolz" ist eine veraltete Bezeichnung für einen älteren unverheirateten Mann (älterer bzw. eingefleischter Junggeselle).

Das Hagestolzenrecht, das in manchen Gegenden bis Ende des 18. Jahrhunderts den Nachlass von Unverheirateten regelte, unterstellte die Freiwilligkeit der Ehelosigkeit. Gemäß BROCKHAUS Konversationslexikon von 1908 ist der Hagestolz ein "Mann, welcher aus eigenem Willen über die Jugendjahre hinaus unverheiratet bleibt, obschon er nicht durch körperliches oder bürgerliches Unvermögen gehindert ist, eine Ehe zu schließen"

Im Gegensatz zum Bild von der "alten Jungfer" hat der Begriff dieses positive Bedeutungselement der Freiwilligkeit bis in die Gegenwart bewahrt. Der populäre ARD-Ex-Tatort-Kommissar Horst Schimanski (Götz George) verkörpert diesen Typ des modernen Hagestolz.

Quelle: http://www.single-dasein.de