Der Löwitsch - Prozess

Klaus Löwitsch, der nicht nur in Talkshows gerne den kernigen Macho gab, geriet in eine brenzlige Situation, als er von einer Kollegin wegen sexueller Belästigung angeklagt wurde.

Laut FAZ vom 16.6.2001 kam der "fahrlässige Vollrausch" auf folgende Weise zustande:

Beginn des Trinkens um 18 Uhr:

  • 1/8 l Grappa, hinuntergespült mit 1 Glas Weißwein
  • 2 Flaschen schwerer Rotwein

Zwischen 20 und 0 Uhr:

  • 2 doppelte Grappa
  • 8 doppelte Grappa
  • 1 Kräuterschnaps
  • 5 doppelte Grappa (zusammen also 0,6 l Grappa)

«Die Frau gefiel mir gar nicht«

21. Mai 2001 10:44

Der Sex-Prozess gegen ihn beginnt erst, doch Schauspieler Klaus Löwitsch teilt schon aus: Die zuständige Staatsanwältin wolle ein «feministisches Statement» abgeben.

BERLIN. Am Mittwoch steht Schauspieler Klaus Löwitsch vor Gericht, der Vorwurf lautet auf sexuelle Nötigung und Körperverletzung. Im Februar 2000 hatte Löwitsch angeblich in einer Kneipe eine Kollegin begrabscht und geschlagen. Nun, kurz vor Beginn des Prozesses im Berliner Amtsgericht, hat sich der 65-Jährige erneut zu Wort gemeldet – und noch mehr Porzellan zerschlagen. Mit deftigen Worten attackierte Löwitsch die zuständige Staatsanwältin. «Ich denke, sie will indirekt ein feministisches Statement abgeben.«

Die Ermittlungen gegen ihn seien an den Haaren herbeigezogen, so Löwitsch weiter zum «Focus». «Schauen Sie mich doch an an diesem Februarabend: 64 Jahre, annähernd drei Promille, mitten im Winter und im Freien. Noch dazu hat mir die Frau gar nicht gefallen. Die Geschichte, die sie da erzählt, ist vollkommener Schwachsinn.» Einen fairen Prozess erwarte er nicht. Sollte ihn das Gericht tatsächlich verurteilen, dann wandere er nach Österreich aus. (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/144647.html

 


Löwitsch will kein Macho mehr sein

23. Mai 2001 19:21, ergänzt 25. Mai 2001 09:13

Klaus Löwitsch ist angeklagt wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung einer Kollegin. Sein TV-Image ist ihm nun im Weg.

BERLIN. Nicht er selbst ist Schuld, sondern sein übles Image: Klaus Löwitsch macht seine Fernseh-Rollen wie «Peter Strohm» verantwortlich für das Bild, das die Öffentlichkeit von ihm hat. Es habe schon fast zu einer Vorverurteilung geführt, sagte der Schauspieler am ersten Tag seines Prozesses vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Er fühlt sich «auf miese und hinterhältige Weise vorgeführt» und beruflich ruiniert.

Privat sei er ganz anders. Er sei Frauen gegenüber eher zurückhaltend und warte ab. «Frauen signalisieren, wenn sie angesprochen werden wollen. Ich bin empfindlich und eitel, aber ich habe es nicht nötig, mich auf gewaltsame Art Frauen zu nähern.»

«Ihr Ossi-Bräute braucht das»

Die Anklage wirft Löwitsch vor, nach einem Abend in der Schauspielerkneipe «Emil» in Berlin-Mitte in der Nacht des 25. Februar 2000 die Witwe des bekannten DDR-Schauspielers Arno Wysznieski angegriffen zu haben.

Er soll sie von hinten an den Haaren gezogen, drei Mal ins Gesicht geschlagen und mit dem Spruch «Ihr Ostbräute wollt und braucht das» zwischen die Beine gegriffen haben. Das Opfer soll Blutergüsse und ein Gehörtrauma erlitten haben.

Blackout und schlechtes Gewissen

Und außerdem sei er besoffen gewesen, so Löwitsch. Durch den Genuss von zwei Flaschen Burgunder und acht doppelten Grappa habe er ein «alkoholbedingtes Black-Out» gehabt.

Löwitsch gab zu, in der Kneipe „Emil“ gewesen zu sein. Er habe sich dort mit Claudia W. und dem gemeinsamen Bekannten Frido Solter unterhalten, sei dann jedoch eingeschlafen. «Ich kann mich nur erinnern, dass ich am Morgen danach in Schuhen und Anzug und mit üblen Kopfschmerzen in meiner Wohnung wieder aufgewacht bin.»

Weil er vage vermutet habe, er sei im Vollrausch vielleicht verbal ausfällig geworden, habe er am Morgen danach bei Claudia W. angerufen, um sich zu entschuldigen. Sie habe ihm mitgeteilt: “Du hast mich grün und blau geschlagen.“

Wegen dieser Sätze sei er fürchterlich erschrocken und verwirrt gewesen. Sie habe von ihm Geld gefordert und er sei darauf eingegangen. Noch am selben Tag wechselte ein Scheck über zweitausend Mark den Besitzer.

Widersprüche

Löwitschs Anwalt Manfred Studier hatte schon vor Verhandlungsbeginn seine Verteidigungsstrategie erläutert. Er hatte einige Widersprüche in den Aussagen der attackierten Claudia W. entdeckt, die als Nebenklägerin auftritt und als Zeugin vernommen wurde.

Die 38-Jährige machte auch bei der Befragung selbst widersprüchliche Angaben. So wurde nicht klar, ob Löwitsch sie von hinten oder vorn angegriffen habe. Der Löwitsch-Anwalt warf der Frau mangelnde Glaubwürdigkeit vor. Sie habe sich als Schauspielerin ausgegeben, sei aber nirgendwo als solche bekannt.

Mindestens drei weitere Verhandlungstage

Claudia W. wurde zudem nicht nur in der fraglichen Nacht tätlich angegriffen. Nach dem Vorfall erzählte sie ihrer Mutter, sie sei bereits als Siebzehnjährige schon einmal vergewaltigt worden. Gemeinsame Täter seien ein Mitglied des Kabaretts „Distl“ und dessen Ehefrau gewesen.

Claudia W. wurde außerdem vor Kurzem in ihrer Wohnung überfallen und bewusstlos geschlagen. Außerdem will sie eine Morddrohung erhalten haben. Derzeit leide sie an Unruhe und Angstzuständen und befände sich in psychotherapeutischer Behandlung.

Der Prozess soll am 1. Juni fortgesetzt werden. Insgesamt werden mindestens drei weitere Verhandlungstage erwartet.

Für das Web ediert von Klaus J. Ramm (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/145083.html

 


Löwitsch weiß von nichts

23. Mai 2001 10:51, ergänzt 13:05

In Berlin hat der Prozess gegen Klaus Löwitsch begonnen. Der Vorwurf: sexuelle Nötigung und Körperverletzung. Es droht ein Jahr Gefängnis.

BERLIN. Für Klaus Löwitsch ist die Sache klar: «Das ganze Ding passt nicht zu mir», sagte der 65-Jährige am Mittwoch vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten. Löwitsch soll im Februar 2000 die 38-jährige Schauspielerin Claudia W. geschlagen und sexuell belästigt zu haben.

Vor Gericht räumte der aus der Fernsehserie «Peter Strohm» bekannte Schauspieler ein, dass er am fraglichen Abend stark angetrunken gewesen sei. «Ich habe keine Erinnerung aber ich schließe aus, dass es passiert ist», betonte er.

Zu dem Verfahren wurden rund zehn Zeugen geladen. Die Staatsanwaltschaft wirft Löwitsch vor, in der Nacht zum 25. Februar 2000 eine Kollegin in einer Berliner Kneipe begrabscht und sie wegen ihrer Gegenwehr wüst beschimpft zu haben.

Die Frau soll dabei Blutergüsse und ein Gehörtrauma davongetragen haben. Am nächsten Tag zeigte sich der 65-Jährige angeblich reuig: Er schickte Claudia W. einen Scheck über 2000 Mark.

Auswanderung angedroht

Löwitsch sieht sich im Prozess als den eigentlich Leidtragenden. Durch die massiven Vorverurteilung sei er so stark blockiert, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben könne.

Einen Kinofilm und zwei Theaterproduktionen habe er bereits absagen müssen. Auch seine Rückenprobleme seien durch die Geschichte schlimmer geworden.

Sollte er einen unfairen Prozess erhalten, werde er Deutschland verlassen. «Wenn Nordtirol, wo ich ein Haus habe, nicht ausreicht, gibt es einen befreundeten Abt in Südtirol,» sagte Löwitsch. Bei einer Verurteilung muss er laut Gericht mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen. (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/144981.html

 

 


Löwitsch wittert «Intrige»

01. Jun 2001 15:53

Im dem Prozess wegen sexueller Nötigung sieht sich der Schauspieler Klaus Löwitsch weiter als Opfer. Der Ton der Auseinandersetzung verschärft sich.

BERLIN. Am zweiten Verhandlungstag des Prozesses bekräftigte Löwitsch noch einmal, er habe am Tag des Vorfalls einen Blackout gehabt: „Ich hatte über drei Promille intus, ich bin in dem Lokal eingeschlafen.“ Die Anklage wirft dem 65-Jährigen vor, er habe nach einem durchzechten Abend in dem Schauspielerlokal «Emil» in Berlin-Mitte in der Nacht des 25. Februar 2000 die 38-jährige Claudia W. angegriffen.

Dabei soll er die Schauspielerin von hinten an den Haaren gezogen, wiederholt ins Gesicht geschlagen und mit dem Spruch «Ihr Ostbräute wollt und braucht das» zwischen die Beine gegriffen haben. Das Opfer habe Blutergüsse und ein Gehörtrauma erlitten.

Schuldfrage stellt sich nicht

Nach wie vor weist Löwitsch alle Vorwürfe zurück. Es sei überaus unwahrscheinlich, dass er, nachdem er in der Kneipe sogar kurz eingeschlafen sei, nach einer Frau gesucht habe, die er, so Löwitsch, gar nicht attraktiv gefunden habe. Der Tatort des späteren Übergriffs liege zudem nicht am Weg, den er vom „Emil“ zu seiner Wohnung habe einschlagen müssen. Der Schauspieler sieht sich deshalb als Opfer einer Intrige: „Die Schuldfrage stellt sich nicht für mich.“ (...) (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/146282.html

 


Löwitsch ist ein «Drei-Flaschen-Mann»

12. Jun 2001 13:29, ergänzt 18:50

Mehrere Zeugen haben Klaus Löwitsch in seinem Sex-Prozess entlastet. Der Schauspieler sei völlig betrunken gewesen. Im Gerichtssaal kam es zweimal zum Eklat.

BERLIN. Der Prozess gegen Schauspieler Klaus Löwitsch wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung ist am Dienstag mit mehreren Zeugenaussagen fortgesetzt worden. Dabei kam es im Amtsgericht Tiergarten zu einer lautstarken Auseinandersetzung. Richterin Ariane Faust verwies den Zeugen Dieter Laser energisch des Saales. Der Schauspieler-Kollege Löwitschs hatte seine Aussage nicht sofort unterbrochen, als ihn die Richterin dazu aufforderte. Nach einstündiger Unterbrechung wurde der Prozess unter Androhung eines Ordnungsgeldes aber fortgesetzt.

«Betrunken wie ein nasser Sack»

Laser hielt es für ausgeschlossen, dass Löwitsch die Witwe des DDR-Schauspielers Arno Wyzniewski in der Nacht des 25. Februar des Vorjahres nach einem Kneipenabend in Berlin-Mitte angegriffen habe. Löwitsch habe ihn einen Tag später als langjährigen Freund um Rat gefragt, wie er sich zu den Vorwürfen der Witwe verhalten solle.

«Ich glaube, ich bin in eine Falle gerannt,» habe Löwitsch geäußert. Laser sprach von einem Erpressungsversuch der 38-Jährigen. Löwitsch habe mit der Androhung des Rufmords unter Druck gesetzt werden sollen. «Löwitsch ist wie ich ein Drei-Flaschen-Mann», sagte Laser. Löwitsch habe nach zwei Flaschen Wein und mindestens acht Grappa einen Filmriss gehabt. Wenn er trinke, habe der Schauspieler zuerst manchmal eine etwas spitze Zunge. Sei er richtig betrunken, falle er in den Zustand eines «nassen Sackes». Dann gehe nichts mehr. In diesem Zustand habe er auch kein Interesse an Frauen.

Laser bezeichnete Löwitsch als «vornehmen Menschen, höflich und zuvorkommend» und Frauen gegenüber als «Gentleman». Seine Frau Inge bekräftigte: Löwitsch sei ein «Teddybär», der Frauen respektiere. Das Opfer soll laut Anklage Blutergüsse und ein Gehörtrauma erlitten haben. Bei einer Verurteilung droht dem Schauspieler eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.

Außer Spesen nichts gewesen?

Die Wirtin der Schauspielerkneipe «Emil» entlastete Löwitsch ebenso wie die beiden Männer, mit denen er zusammen mit Claudia W. in dem Lokal gezecht hatte. Alle drei bezeugten, dass Löwitsch nicht, wie Claudia W. sagt, sie bereits im «Emil» sexuell belästigt habe.

Die Wirtin betonte, die Witwe sei als «Kantinengroupie» bekannt gewesen. Das seien Frauen, die sich an Prominente heranmachten und sich in ihrem Glanz mitsonnen wollten, um selbst zu Ansehen zu kommen, klärte Löwitsch die Richterin auf. Wyzniewski habe sich um Löwitsch bemüht und nicht umgekehrt, sagte die Wirtin.

Nur die Hand soll rübergerutscht sein

Befragt wurde auch Regisseur Friedo Solter, der an dem Abend mit Löwitsch in der Künstlerkneipe saß. Löwitschs Hand sei zwar öfter mal zu Wyzniewski herübergerutscht, mehr habe er aber nicht beobachtet. Solter bestätigte auch, dass Löwitsch sehr stark alkoholisiert gewesen sei.

Einem weiteren Zeugen kündigte die Richterin ein Strafverfahren an, weil er den Namen eines Mannes nicht öffentlich preisgeben wollte. Die Atmosphäre des Prozesses war überaus gespannt.

Der Prozess wird am 15. Juni fortgesetzt. Auf Antrag der Verteidigung soll dann im Gericht geklärt werden, ob das mutmaßliche Opfer sich an die Presse gewandt und für ihre «Geschichte» 2000 Mark kassiert habe.

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/147550.html

 


«Fahrlässiger Vollrausch» mit 5,15 Promille

19. Jun 2001 10:35, ergänzt 17:29

Abschlusstag im Sex-Prozess gegen Klaus Löwitsch: Die Staatsanwältin fordert eine Geldstrafe, ein Gutachter bescheinigte dem Schauspieler zuvor allerdings «Unzurechenbarkeit wegen Trunkenheit».

BERLIN. Erwartungsgemäß plädierte die Verteidigung von Klaus Löwitsch auf Freispruch. Der Anwalt der mutmaßlich Geschädigten Claudia Wyzniewski forderte dagegen eine Strafe von 27.000 Mark gegen Löwitsch. Dieser sei «fahrlässig trunken» gewesen.

Auch die Verteidigung von Löwitsch gesteht ein, dass der Schauspieler in der betreffenden Nacht «stark alkoholisiert» gewesen ist. In einem am Dienstag vorgelegten Gutachten heißt es, dass Löwitsch am Tatabend einen Blutalkoholwert von 5,15 Promille gehabt habe. Ihm müsse daher eine gestörte Steuerungsfähigkeit sowie «Amnesie und Unzurechenbarkeit» zugestanden werden.

Absprache unter den Zeugen?

Zu Beginn des voraussichtlich letzten Prozesstages war die Öffentlichkeit zunächst ausgeschlossen worden. Die Anwältin von Claudia Wyzniewski beantragte, für die Befragung eines Zeugen die Prozessbesucher aus dem Saal zu schicken, da es um schutzwürdige intime Belange ihrer Mandantin gehe.

Später erklärte die Oberstaatsanwältin, dass sich die Künstlerkollegen und Bekannten von Löwitsch, die in dem Prozess als Zeugen aufgetreten waren, untereinander abgesprochen hätten. Sie seien daher unglaubwürdig. Diesen Vorwurf wies Löwitsch-Verteidiger Manfred Studier jedoch zurück.

Löwitsch wird vorgeworfen, die Claudia Wyzniewski nach einem Kneipenabend in Berlin-Mitte im Februar des Vorjahres angegriffen und sexuell belästigt zu haben. Er selbst sagte am Dienstag, er vertraue auf den Rechtstaat. «Das Blatt hat sich gewendet. Ich bin sicher, dass ich mit der Sache nichts zu tun habe.» (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/148453.html

 


Löwitsch zu Geldbuße verurteilt

19. Jun 2001 18:46

Das Gericht ist dem Plädoyer der Anklage gefolgt: Klaus Löwitsch muss 27.000 Mark Strafe zahlen. Der Schauspieler will in Berufung gehen.

BERLIN. Der Schauspieler Klaus Löwitsch ist am Dienstag wegen einer «fahrlässigen Straftat im Vollrausch» zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Berliner Amtsgerichts Tiergarten erlegte ihm die Zahlung von 90 Tagessätzen à 300 Mark (27.000 Mark) auf, weil er eine jüngere Kollegin sexuell genötigt haben soll.

Das Gericht entsprach mit dem Urteil den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Anklagevertretung hatte sich auf ein wissenschaftliches Gutachten gestützt, wonach der 65-Jährige zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat 5,15 Promille Alkohol im Blut hatte. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Der Schauspieler bestreitet die Tat.

Berufung angekündigt

Löwitsch nahm das Urteil ruhig und gefasst auf. «Ich habe damit gerechnet», sagte er nach dem Prozess. Löwitsch will Berufung gegen das Urteil einlegen. (...). (AFP)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/148561.html

 


Klaus Löwitsch: «Ich habe Anspruch auf Würde»

19. Jun 2001 21:37, ergänzt 20. Jun 2001 15:03

Das lief nicht gut für Klaus Löwitsch. In seinem Nötigungs-Prozess wurde der Schauspieler zu 27.000 Mark Geldstrafe verurteilt. Er sieht seine Ehre verletzt.

BERLIN. Zu Beginn des letzten Verhandlungstages in seinem Prozess wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung gab sich Klaus Löwitsch noch zuversichtlich: «Es muss ein anderer gewesen sein.» Doch dann kam alles ganz anders. Wegen «fahrlässigen Vollrausches» (5,15 Promille) verurteilte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten den Schauspieler am Dienstag zu einer Geldstrafe von 27.000 Mark. Zudem trägt er die Kosten des Verfahrens.

Anspruch auf Ehre und Würde

«Ich bin ein Preuße, ich erhebe Anspruch auf Achtung, Ehre und Würde», sagte der in Berlin geborene Löwitsch nach dem Urteil, das er ohne sichtbare Regung aufnahm. Er sei unschuldig. «Ich werde weitermachen, bis ich ein Urteil bekommen habe, das mir zusteht.» Der Schauspieler sprach von «feministischen Richterinnen», von denen er ohnehin nichts anderes erwartet habe. «Ich akzeptiere das Urteil nicht, die richterliche Freiheit wurde auf das Schwerste missbraucht.» Er wolle in die Berufung gehen. «Das lass' ich nicht auf mir sitzen.»

Dabei wähnt Löwitsch das Publikum auf seiner Seite. Er habe in den letzten Tagen viel Zuspruch von Fans bekommen, die ihn darin bestärkt hätten, die Sache durchzufechten, «besonders auch von Frauen.»

Löwitsch-Anwalt Manfred Studier bekräftigte: Der Urteilsspruch sei nicht akzeptabel, weil er auf der Befangenheit der Richterin beruhe. Sie habe eine unredliche Bilanz gezogen. Eine Berufung müsste am Berliner Landgericht verhandelt werden.

Warten auf Angebote

Löwitsch wurde als hartgesottener Fernseh-Verbrecherjäger «Peter Strohm» bekannt. Seine Drohung, Deutschland wegen des Verfahrens und der damit verbundenen Rufschädigung zu verlassen, will der Schauspieler nicht wahr machen. Aber: «Ich werde meine Aufenthalte in Deutschland auf ein Minimum reduzieren.« In Deutschland könne er sich nicht mehr frei bewegen. «Ich werde nicht mal mehr mit einer Frau zusammen im Fahrstuhl fahren.»

Derzeit warte er auf spannende Rollenangebote und werde sie auch annehmen, wenn sie ihn interessierten, sagte Löwitsch weiter. Er habe jetzt verschiedene Drehbücher auf dem Tisch. Konkrete Entscheidungen stünden aber noch nicht an. Er arbeite an mehreren CD-Projekten. Unter anderem bereite er ein Album mit Texten der Dichter Franz Fühmann und Georg Trakl vor. «Ich will jetzt aber auch mehr Freizeit. Ich habe 45 Jahre gearbeitet wie verrückt.»

Unergründliches Lächeln

Richterin Ariane Faust sah es als erwiesen an, dass der volltrunkene Löwitsch (5,1 Promille) die 38-jährige Claudia Wyzniewski in der Nacht des 25. Februar 2000 von hinten angegriffen, gewürgt, mehrfach ins Gesicht geschlagen und ihr mit den Worten «Ihr Ostbräute wollt und braucht das» zwischen die Beine gegriffen hatte. Die Richterin folgte in ihrer Urteilsbegründung wie auch der Strafzumessung dem Antrag der Oberstaatsanwältin Monika Kienbaum.

Der 65-jährige Löwitsch, im dunklen Anzug und Seidenkrawatte, lächelte beim Zuhören unergründlich und schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf.

«Die Nebenklägerin», so Richterin Faust, «ist glaubhaft». Die Widersprüche, in die sich Claudia Wyzniewski bei ihrer Zeugenvernehmung vor Gericht verwickelt hatte, beeinträchtigten ihre Glaubwürdigkeit nach Ansicht des Gerichts nicht.

Jeder kann Ausrutscher haben

Indes sei eine Verurteilung Löwitschs nur wegen fahrlässigen Vollrausches in Frage gekommen. «Er wusste nicht mehr, was er tat», sei also strafrechtlich nicht zur Verantwortung zu ziehen. Klaus Löwitsch hatte sich nach dem Vorfall bei Wyzniewski entschuldigt, als er in dem Lokal von dem Vorfall hörte und einen Scheck über 2000 Mark ausgestellt, weil er Rufmord befürchtete. Dieses Verhalten wie auch Löwitschs kooperative Haltung während der Verhandlung sei in der Zumessung der Geldstrafe berücksichtigt, so die Richterin.

Filmrisse sind typisch

Gutachter Ulrich Giese hatte Löwitsch attestiert, an dem bewussten Abend mit 5,15 Promille einen «Black Out» gehabt zu haben. Solche «Filmrisse» seien typisch bei so hohem Alkoholkonsum. «Das war der Zustand eines Vollrausches, eine vorübergehende krankhafte seelische Störung.»

Der Schauspieler sei nicht mehr zurechnungsfähig gewesen. Es sei allerdings sehr schwer vorstellbar, dass jemand in diesem Zustand eine Frau angreifen könne, aber eine solche aggressive Entgleisung könne auch nicht ganz und gar ausgeschlossen werden.

Zu den beachtlichen Trinkmengen, die der Prozess zu Tage förderte, sagte Klaus Löwitsch nur: «Ich trinke seit Monaten keinen Tropfen Alkohol mehr.» (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/148570.html

 


Löwitsch will nicht zahlen, sondern verdienen

10. Jul 2001 13:20

Schauspieler Klaus Löwitsch schlägt zurück: Die Strafe von 27.000 Mark wegen «fahrlässiger Vollrausches» zahlt er nicht - stattdessen will er seinen Prozess verfilmen.

BERLIN. Jetzt mal langsam, hat sich Klaus Löwitsch gedacht. Vor wenigen Wochen war der Schauspieler wegen «fahrlässigen Vollrausches» zu einer Strafe von 27.000 Mark verurteilt worden. Löwitsch legte Berufung ein. So lange ist das Urteil auch nicht rechtskräftig und so lange will der Schauspieler auch nicht zahlen.

Die «Bild»-Zeitung zitiert den Mimen mit den Worten: «Das Geld werde ich niemals bezahlen. Ich bin unschuldig.» Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hatte ihn am 20. Juni verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Löwitsch nach einem Kneipenabend im Februar 2000 mit 5,15 Promille Alkohol im Blut in Berlin-Mitte eine Frau geschlagen und sexuell genötigt hatte. Wegen seines Zustandes wurde er dafür aber nicht strafrechtlich zur Verantwortung gezogen.

Das Opfer Löwitsch

(...). Löwitsch sieht sich als unschuldiges Opfer des Justiz.

Eine Rolle, die Löwitsch jetzt auch in einem Thriller spielen will. Die Handlung des Krimis «In dubio pro reo (Im Zweifel für den Angeklagten) - die ungesühnten Verbrechen des Rechtsstaats» werde auf seinem Prozess basieren, sagte Löwitsch der Zeitung. (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/151656.html

 


Löwitsch verliert gegen die «Welt»

21. Aug 2001 12:13

Klaus Löwitsch hatte zwei Journalisten verklagt, weil sie ihn unter anderem als «kleines Schwein» bezeichnet hatten. Doch das ist zulässig.

Als «kleines Schwein, das im Suff verdämmert», war der Schauspieler Klaus Löwitsch in einem Artikel der «Welt» bezeichnet worden. Das gefiel ihm freilich gar nicht gut, worauf er gegen den stellvertretenden Chef des Kulturteils und den Verfasser des Textes, Theaterredakteur Reinhard Wengierek, Klage erhob.

Doch die Klage wurde abgewiesen. Das Berliner Amtsgericht entschied am Dienstag, dass der Artikel durch die Meinungsfreiheit gedeckt und damit im Rahmen der Pressefreiheit zulässig sei.

Hintergrund des Artikels in der «Welt» war ein Trinkgelage Löwitschs im Künstler-Lokal «Emil». Auf dem Heimweg hatte er dann eine Frau sexuell belästigt und wurde deswegen im Juni zu einer Geldstrafe von 27.000 Mark verurteilt. (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/157155.html

 


Klaus Löwitsch droht neue Klage

27. Feb 2002 16:03

Schauspieler Klaus Löwitsch ist bereits verurteilt, doch der Prozess um sexuelle Belästigung hat ein Nachspiel: Die Betroffene will nun Schmerzensgeld.

Gerade schien es um Schauspieler Klaus Löwitsch wieder ruhig geworden zu sein, doch nun könnte der längst beendete Prozess um sexuelle Nötigung doch noch ein Nachspiel haben. Die betroffene Claudia W. will den 65-Jährigen auf Schmerzensgeld verklagen.

Löwitsch war im Juni 2001 bereits zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt worden, wie er die Frau nach einer Kneipentour sexuell genötigt und geschlagen haben soll. Der Schauspieler («Peter Strohm»), der laut einem Gutachten in der besagten Nacht einen Alkoholpegel von 5,15 Promille im Blut hatte, bestreitet die Vorwürfe bis heute. Auf die angekündigte Klage reagierte die Ehefrau von Löwitsch empört: «Mir verschlägt es die Sprache. Was will diese Person damit erreichen? Warum gibt sie keine Ruhe», wird die 68-jährige Helga Löwitsch in der Berliner Zeitung «BZ» zitiert. (nz)

Quelle:

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/180387.html